Mini-PV-Anlage: Suche nach der passenden Anlage

„Die Suche (und Inbetriebnahme)“

Nach der ersten Idee ging es für mich auf die Suche nach einer passenden Anlage. Folgende Punkte stellten sich im Lauf der Suche als für mich wichtig heraus:

Das Wichtigste zuerst: alle Bedingungen konnten erfüllt werden. Ich habe bei yuma.de das Set Yuma Front (680) (bzw. hier (archive.org)*) gekauft – und bin bislang sehr zufrieden damit.

Zu 1.: „one-stop-shop“

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Die Mini-PV-Anlage besteht grob gesagt aus folgenden Bestandteilen: Solarmodul oder Solarmodule, ein Wechselrichter (der aus dem erzeugten „haushaltsüblichen“ Strom macht), Anschlusskabel, Befestigungsmaterial und weitere Kleinteile.
Alle Bestandteile könnten einzeln gekauft werden, ich wollte jedoch einen Kauf einer abgestimmten Anlage optimalerweise in einem Shop. Damit ich, sollte etwas nicht funktionieren, nur einen Ansprechpartner habe, und nicht mit mehreren diskutieren muss, bei wem der Fehler liegt.

Zu 2.:  „einfach montierbar“

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Kurz zu den Rahmenbedingungen: in meinem Fall sollte die Mini-PV-Anlage auf ein Gartenhaus montiert werden. Vom Dach des Gartenhauses aus habe ich fast freie Sicht nach Süden (was bezüglich des zu erwartenden Ertrags sehr gut ist). Das Dach ist jedoch in Ost-West-Richtung mit mehr als 5° geneigt. Yuma hat mehrere Komplett-Pakete für Mini-PV-Anlagen im Angebot: für Flachdächer bis zu 5° Neigung, Balkon, Gartenhäuser, usw. Für meine Gegebenheit war jedoch das Modell für Fronten / Fassenden am besten geeignet. Praktischerweise stellt Yuma für (vermutlich) alle Modelle die Montageanleitung gleich bei der Produktbeschreibung online. Für mein Modell entweder auf der oben verlinkten Seite oder hier (bzw. hier (archive.org)*).
Mit Hilfe dieser Montageanleitung und den darin enthaltenen Skizzen und Fotos konnte ich gut einschätzen, dass nur wenig Hilfsmittel notwendig sind (Bohrer, Schrauben, Schraubendreher und ähnliches).

Ich konnte fast die komplette Montage alleine durchführen: selbst die beiden etwas unhandlichen, jeweils knapp 20kg schweren Solarmodule konnte ich alleine auf das Dach des Gartenhauses schaffen. Ausrichten der Module auf ca. 30° Neigung (was laut Montageanleitung bei Südausrichtung optimal ist) war ebenfalls mit Geodreieck, „Pi-mal-Daumen“ und den mitgelieferten Stützen unproblematisch. Einzig beim Festziehen der Sicherheitsmuttern brauchte ich Hilfe (damit die ganze Konstruktion sicher mit dem Gartenhausdach verbunden bleibt).

Fertig montiert sieht meine Anlage übrigens so aus:
Mini-PV-Anlage auf Gartenhausdach

zu 3.: „einfache Inbetriebnahme“

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Grundvoraussetzung zur Inbetriebnahme ist, dass man einen Stromzähler hat, der nicht „rückwärts“ laufen kann. Dies sollte bei den allermeisten Haushalten der Fall sein (auf jeden Fall bei Stromzählern die in den letzten Jahren durch sogenannten „smarte Stromzähler“ ersetzt wurden); im Zweifelsfall muss man sich bei seinem Stromnetz-Betreiber erkundigen.

Zusätzlich zu beachten: wohnt man zur Miete, ist die Genehmigung des Vermieters einzuholen.

Sind die Grundvoraussetzungen erfüllt, bleibt es tatsächlich ein nicht so einfaches Thema: theoretisch ist es in Deutschland erlaubt mit einem normalen Schuko-Stecker bis zu 600 Watt in sein „privates“ Stromnetz einzuspeisen. Tatsächlich gibt es eine VDE-Norm (kein Gesetz), welches für die Inbetriebname einer Mini-PV-Anlage empfiehlt. Ein guter Artikel der die Nutzung von Schuko- und Wieland-Stecker für Mini-PV-Anlagen gegenüberstellt findet sich hier (bzw. hier bei archive.org*).

Da die Einspeisung bei mir in einem sehr geschützten, trockenen Bereich  mit geringer Brandgefahr erfolgt, habe ich mich für die Einspeisung per Schuko-Stecker entschieden. Auch beim grundsätzlichen Anschluss zur Strom-Einspeisung war die vorab verfügbare Montage-Anleitung von Yuma sehr hilfreich (Links zur Montage-Anleitung siehe Punkt 2.).

Nachdem die Mini-PV-Anlage läuft sind – Stand 2022 – noch zwei Anmeldungen notwendig: a) beim eigenen Netzbetreiber (was nicht unbedingt der eigene Stromlieferant sein muss) und b) bei der Bundesnetzagentur.
Für beide Anmeldungen gibt z.B. die Yuma Montage-Anleitung entsprechende Hinweise was zu tun ist. Alternativ können Hinweise zur Netzbetreiber- hier und zur Bundesnetzagentur-Anmeldung hier nachgelesen werden (hier bzw. hier bei archive.org*).

zu 4.: „preiswert“

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Da ich nicht unbedingt auf die billigste Ausführung, aber gerne etwas preiswertes, mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis Wert lege: mit der bei Yuma gekauften Anlage bin ich fündig geworden. Und ja: in Summe bin ich unter den 1000€ geblieben (Kauf im Juni 2021; zu dem Zeitpunkt waren Lieferverzögerungen bei Yuma kein Thema).


Nach Kauf und Inbetriebnahme der Anlage war mein Projekt noch nicht zu Ende: ich wollte schließlich noch wissen, wie viel meine Anlage an Strom produziert und dies über einen längeren Zeitraum nachverfolgen können.

#tbd: Die Beschreibung der Voraussetzungen und wie ich es umgesetzt habe, folgt noch. Bis dahin könnt ihr euch die entsprechenden aktuellen Zahlen meiner Produktion hier ansehen.


*Hinweis: Da unter Umständen Seiten nicht mehr auffindbar sind oder sich Inhalte ändern können, habe ich zu einigen Links den „Snapshot“ bei archive.org (der „waybackmachine“ des Internets) verlinkt, in der Hoffnung, dass dort die Inhalt beständiger verfügbar sind.